TuS Weibern – HSC Schweich 31:29 (18:15)
Quelle: Dirk Schmidt
Die Vorzeichen für die Partie in der kalten Robert-Wolff-Halle waren nicht optimal. Mit Jana Rosch fiel unsere Top-Torschützin des letzten Spiels krankheitsbedingt aus, Denise Marxen und Jolie Bauer mussten weiterhin verletzt pausieren, sowie Inez Hähner und Annika Quary arbeits- bzw. studienbedingt passen.
Trotzdem starteten wir motiviert in die Begegnung, kamen im Angriff immer wieder im breiten Spiel über Rena Aula und Angelina Karrenbauer zum Erfolg, doch in der Abwehr standen wir viel zu passiv gegen die gefährlichsten Schützinnen aus Weibern. Dadurch entwickelte sich ein torreiches und temporeiches Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich dennoch die Torfrauen auf beiden Seiten auszeichnen konnten. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit begannen sich zu viele leichte technische Fehler in unser Spiel einzuschleichen oder wir scheiterten in aussichtsreichen Positionen an der gegnerischen Torfrau.
So konnten unsere Gegnerinnen eine 3-Tore-Führung zur Halbzeit herausspielen, die aufgrund unserer fehlenden Präsenz in der Abwehr nicht nötig gewesen wäre. Daher nahmen wir uns vor, in der zweiten Hälfte hinten aggressiver zu agieren und wieder zu unserem Angriffsspiel von Beginn der Partie zurückzufinden.
Doch der Start in den zweiten Teil des Spiels war weiterhin von zu leichten Fehlern geprägt und nach nur 3 Minuten standen 6 Tore Unterschied auf der Anzeigetafel, ehe unsere Mannschaft den Kampf annahm, toll in der Abwehr agierte und begann, Tor für Tor zu verkürzen. Dennoch bremsten uns immer wieder Unkonzentriertheiten im Passspiel oder beim Abschluss aus, wenn wir die Gelegenheit hatten, auf 1 oder 2 Tore heranzukommen. Doch steckte unser Team nie auf, ließ sich trotz der Rückschläge nicht abschütteln und war so in den letzten 10 Minuten beim 26:25 drauf und dran, das Spiel zu drehen.
In der 55. Minute erwiesen wir Trainer dem Team dann allerdings beim Spielstand von 27:26 einen Bärendienst, nachdem wir uns mit dem Schiedsrichter uneinig waren und statt der aus unserer Sicht Zeitstrafe für die Gegnerinnen, diese für unsere eigene Bank sahen. Zu allem Überfluss vergaben wir bei all dieser Aufregung auch den vorher gepfiffenen 7 Meter. Nichtsdestotrotz stemmte sich die Mannschaft auch in Unterzahl weiterhin gegen die Niederlage, hatte beim 29:28, als auch 30:29 die Chance einen verdienten Punkt mit an die Mosel zu nehmen, doch das Glück war an diesem Abend nicht auf unserer Seite.
So bleibt uns Trainer nur aus unserem Fehler zu lernen und uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wir beeinflussen können, um die Mannschaft nicht zu schwächen und für die selbige, auf die tollen letzten 20. Minuten des Spiels aufzubauen. Sollten wir eine ähnliche Leistung für eine längere Zeit im Nachholspiel in Engers zeigen, werden wir uns dort die verlorenen Punkte vom Wochenende wiederholen.





