HSG Kastellaun/Simmern II – JSG Mosel/Ruwer 26:38 (11:20)
Quelle: Sven Sturm
„Dieses Rückrundenspiel war definitiv eines der Partien, in denen wir noch eine offene Rechnung zu begleichen hatten. Schließlich hatten wir das Hinspiel denkbar knapp mit einem Tor verloren – trotz einer über 45 Minuten spielbestimmenden Leistung. Entsprechend klar war die Vorgabe: Im Rückspiel mussten wir über die gesamten 50 Minuten brennen, um eine solche Erfahrung nicht noch einmal machen zu müssen. Gesagt – getan!
Von Beginn an präsentierte sich unsere Abwehr äußerst stabil, agierte sehr agil und bewegungsfreudig. Im Angriff hingegen hakte es zunächst noch ein wenig. In dem Wissen um die Defensivschwächen der Kastellauner am Kreis setzten wir in den Anfangsminuten bewusst auf zwei Kreisläufer. Mit diesem Ansatz kamen wir aber genau so wenig parat wie unser Gegner, sodass wir diese Variante nach etwa zehn Minuten wieder verwarfen und zu unserem klassischen Angriffsspiel zurückkehrten. Mit dieser Umstellung kehrte spürbar Ruhe in unseren Angriff ein, und ab der zehnten Minute konnten wir den Vorsprung Tor um Tor ausbauen, bis zur Halbzeitpause auf eine verdiente Sieben-Tore-Führung.
Gerade in diesem Altersbereich kann die Halbzeitpause jedoch schnell zu einem Bruch im Spielfluss führen. Umso wichtiger war es, Konzentration und Fokus hochzuhalten und nahtlos an die Leistung der ersten Hälfte anzuknüpfen. Ziel war es, Kastellaun innerhalb der ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit endgültig den Wind aus den Segeln zu nehmen – und auch das gelang dieses Mal hervorragend.
Erneut bildete unsere starke Abwehrarbeit das Fundament, sodass sich die zweite Halbzeit als Spiegelbild der ersten gestaltete. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe vollkommen verdienter Auswärtssieg, der uns hoffentlich zusätzlichen Rückenwind für die kommenden Aufgaben gibt. Die geschlossene Mannschaftsleistung – deutlich sichtbar an der ausgeglichenen Toreverteilung – macht es mir unmöglich und auch unnötig, einzelne Spieler hervorzuheben. Das Team hat dieses Spiel gemeinsam genau so gestaltet, wie es am Ende gelaufen ist, und das freut mich am allermeisten!
Dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich nach all den Jahren auf verschiedensten Trainerbänken erstmals vor dem Luxusproblem stehe, entscheiden zu müssen, welcher unserer beiden „hybriden“ Torhüter (die offiziell gar keine sind!) im Feld und welcher im Tor beginnt. Beide können – je nach Einsatzort – auf völlig unterschiedliche Art, aber gleichermaßen gewinnbringend eingesetzt werden. Dass sie gemeinsam auch noch 11 Treffer zum Ergebnis beisteuerten, rundet diese besondere Situation perfekt ab.
Meier (5), Dort (6/1) – Wegener (1), Krauss (4), Worster (7), Christmann, Kohns (4), Sturm, Minden (5), Frick (6), Schuh




